Selektive Entwurmung beim Pferd

Regelmäßige Untersuchung von Kotproben

 

Was ist die Zeitgemäße Selektive Entwurmung beim Pferd?

In Deutschland wird immer häufiger von nachlassender Wirksamkeit der Entwurmungsmittel bei Wurmkuren (Anthelmintika) beim Pferd berichtet. Wurmkuren sollten deshalb gezielt, d.h. gemäß dem labordiagnostischen Befund und dem Gesundheitszustand des Pferdes erfolgen.
Bei der Zeitgemäßen Selektiven Entwurmung werden regelmäßig über das Jahr verteilt die Kotproben der Pferde im Bestand auf Strongyliden und Endoparasiten bzw. den Wurmbefall untersucht. So erhalten die Pferdebesitzer einen genauen Überblick über die Eiausscheidung der Strongyliden und den Wurmbefall. Über die Untersuchung der Kotproben erhält man einen Hinweis auf den Infektionsdruck für alle Tiere auf der Weide.
 

Selektive Entwurmung mittels McMaster-Verfahren

Mittels McMaster-Verfahren kann die Wirksamkeit der Wurmkur bzw. der Entwurmung und der eingesetzten Entwurmungsmittel (Wirksamkeitskontrolle mittels Eizahlreduktionstest) regelmäßig überprüft werden. Die Wirksamkeitskontrolle wird z.B. auch von der Amerikanischen Gesellschaft für Pferdetierärzte (www.AAEP.org) und der Arbeitsgemeinschaft für Zeitgemäße (Selektive) Entwurmung (AG ZE e.V.) empfohlen. Anthelmintisch behandelt werden dann nur die Pferde, die mit ihrer hohen Eiausscheidung der Strongyliden (> 200 EpG) besonders zur Kontamination der Weide beitragen oder Tiere, die Krankheitssymptome aufweisen.
 

Verfahren auch nach Entwurmung geeignet

Das McMaster-Verfahren eignet sich auch zur Wirksamkeitskontrolle (Eizahlreduktionstest) nach einer Entwurmung bzw. einer Wurmkur. Bei einer guten Wirksamkeit sollten die Kotproben 10-21 Tage nach der Entwurmung < 20 EpG aufweisen.
 

Andere Endoparasiten

Zusätzlich sollten regelmäßig nach Bedarf spezielle Untersuchungen auf andere Endoparasiten, wie Bandwürmer und Große Strongyliden (Strongylus vulgaris) erfolgen. Zum Einsatz kommen hier die Kombinierte Sedimentation-Flotation in der aus einer 3-Tages-Sammelkotprobe die Eier von Anoplocephala perfoliata (Bandwurm), der Strongyliden und von Parascaris equorum (Spulwurm) nachgewiesen werden können. Zum Nachweis von Strongyliden - Strongylus vulgaris – ist ein spezifischer DNA-Nachweis per PCR oder eine Koprokultur notwendig.
Pfriemenschwänze (Oxyuris equi), Lungenwürmer (Dictyocaulus arnfieldi), und Leberegel (Fasciola hepatica) und andere Arten von Wurmbefall müssen bei Verdachtsfällen ebenfalls mit gesonderten Untersuchungsverfahren nachgewiesen werden.
 

Weitere Informationen...

... zu Selektiver und Gezielter Entwurmung
... zum gezielten Nachweis von Würmern (Strongyliden, Bandwürmer, Spulwürmer)
... in der Kotprobe oder im Klebestreifenabklatsch (Pfriemenschwänze))
... zur Entwurmung des Pferdes oder zu Parasiten allgemein

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Unsere Spezialgebiete

  • zeitgemäße Parasiten-Bekämpfung duch gezielte Diagnostik, wie die Selektive Entwurmung beim Pferd und die gezielte Entwurmung beim Wiederkäuer
  • Diagnostik von Reisekrankheiten / Mittelmeerkrankheiten beim Hund (Leishmanien, Babesien, Herzwurm/Dirofilarien)
  • Nachweis von Würmern, Kokzidien und Giardien aus dem Kot bei Hund, Katze, Hamster, Maus, ...
  • Mikrobiologie (Bakterien, Pilze, Umweltkeime), multiresistente Keime, Resistenzbestimmungen, Darmflora Analysen
  • Bestimmung von Insekten, Schädlingen und Zecken
  • Bestimmung von Pflanzen
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